Wartung
Holzspalter warten: Öl, Keil und Winterlagerung
Holzspalter warten in sechs Schritten: Hydrauliköl, Keil, Antrieb und Winterlagerung. So bleibt Ihr Spalter die ganze Heizsaison zuverlässig.
Ihr Holzspalter hat die ganze Heizsaison vor sich, oder er hat gerade einen ordentlichen Stapel Eiche hinter sich. Stockt der Keil, klingt die Pumpe anders als im Vorjahr oder sehen Sie Öl unter der Maschine, dann ist es Zeit für eine Wartung. Die gute Nachricht: Ein hydraulischer Holzspalter braucht wenig, solange Sie dieses Wenige auch wirklich erledigen. Nachfolgend gehen Sie alles Schritt für Schritt durch.
Wissen Sie noch nicht, welche Maschine zu Ihrem Holz passt? Dann lesen Sie zuerst welchen Holzspalter Sie brauchen. Dieser Beitrag behandelt den Holzspalter, der schon in Ihrer Scheune steht.
Was Sie brauchen
- Die Bedienungsanleitung Ihrer eigenen Maschine, für die richtige Sorte Hydrauliköl, das Tankvolumen und die Wechselintervalle
- Sauberes Hydrauliköl der Sorte, die der Hersteller vorschreibt
- Bei einem Benzin-Holzspalter: Motoröl und bei Bedarf einen neuen Luftfilter
- Eine Drahtbürste, ein paar saubere Tücher und eine Auffangwanne
- Ein Kriechöl oder Multispray für Schrauben und Gelenkpunkte
- Arbeitshandschuhe und Sicherheitsschuhe
Schritt 1: die Maschine sicher stilllegen
Beginnen Sie nie mit der Wartung, solange sich der Spalter bewegen kann. Ziehen Sie bei einem Elektro-Holzspalter den Stecker, stellen Sie einen Benzin-Holzspalter ab und lassen Sie den Motor abkühlen, und kuppeln Sie einen Zapfwellen-Holzspalter ab oder stellen Sie zumindest den Traktor ab und ziehen Sie den Schlüssel. Lassen Sie den Keil ganz in die Ruhestellung zurückfahren, damit kein Druck mehr auf dem Zylinder steht. Stellen Sie die Maschine auf einen ebenen, festen Untergrund.
Schritt 2: den Hydraulikölstand prüfen
Das Öl ist das Herz Ihres Holzspalters. Bei den meisten Maschinen sitzt der Öltank im Fuß oder im Rahmen selbst, und Sie prüfen den Stand mit einem Ölmessstab oder einem Schauglas. Tun Sie das bei eingefahrenem Zylinder und waagerecht stehender Maschine, sonst lesen Sie einen falschen Stand ab.
- Zu niedrig: Füllen Sie mit derselben Ölsorte nach, die bereits eingefüllt ist. Mischen Sie nie verschiedene Sorten.
- Milchig oder trüb: Im Öl ist Wasser, meist durch Kondenswasser oder weil die Maschine draußen stand. Wechseln Sie dann das Öl.
- Dunkel und mit Brandgeruch: Das Öl ist zu heiß geworden oder alt. Auch dann wechseln.
Wie oft Sie das Öl komplett wechseln und wie viele Liter hineingehören, ist je nach Maschine unterschiedlich. Nehmen Sie dafür immer die Werte aus Ihrer eigenen Bedienungsanleitung. Hat Ihr Holzspalter einen Ölfilter, wie verschiedene Modelle von Ceccato Olindo, dann tauschen Sie ihn bei derselben Wartung.
Schritt 3: Schläuche, Anschlüsse und Zylinder kontrollieren
Sehen Sie sich alle Hydraulikschläuche und Anschlüsse an. Eine feuchte Stelle mit festgebackenem Sägemehl ist das erste Zeichen einer undichten Verbindung. Ziehen Sie einen undichten Anschluss nicht immer weiter an, sondern ersetzen Sie die Dichtung oder den Schlauch. Prüfen Sie auch die Kolbenstange: Kratzer oder Roststellen auf dem glatten Teil beschädigen bei jedem Hub die Dichtungen des Zylinders. Wischen Sie die Stange sauber und halten Sie sie leicht eingefettet, wenn die Maschine längere Zeit steht.
Suchen Sie nie mit der Hand nach einem Leck, während die Maschine unter Druck steht. Ein feiner Strahl Hydrauliköl unter hohem Druck kann in die Haut eindringen. Verwenden Sie ein Stück Karton oder Holz, um die Stelle zu finden.
Schritt 4: Keil und Führung reinigen
Der Spaltkeil besteht aus gehärtetem Stahl und muss nicht messerscharf sein, wohl aber unbeschädigt. Entfernen Sie Harz, Rinde und Sägemehl mit einer Drahtbürste und prüfen Sie, ob Grate oder Dellen in der Schneide sitzen. Kleine Grate feilen Sie weg; einen gerissenen oder verbogenen Keil lassen Sie ersetzen.
Mindestens ebenso wichtig ist die Führung, auf der der Keil läuft. Bei den größeren Holzspaltern von Ceccato Olindo gleitet der Keil über Seitenführungen mit Bronzerollen, bei anderen Marken über eine Stahlführung. Sitzt dort Schmutz, läuft der Keil schwergängig und der Zylinder muss seitliche Kräfte aufnehmen. Reinigen Sie die Führung und schmieren Sie sie so, wie es die Bedienungsanleitung angibt.
Schritt 5: den Antrieb kontrollieren
Elektro-Holzspalter
Prüfen Sie Kabel und Stecker auf Beschädigungen, vor allem wenn die Maschine über den Hof gefahren wird. Rollen Sie ein Verlängerungskabel immer ganz ab. Ein Holzspalter mit Starkstrom (400 Volt) hat eine feste Drehrichtung. Dreht die Pumpe falsch herum, baut sie keinen Druck auf und klingt anders. Lassen Sie dann die Phasen von einem Elektriker tauschen und probieren Sie nicht weiter.
Benzin-Holzspalter
Ein Benzin-Holzspalter wird oft ohne Motoröl geliefert; das steht bei unseren Modellen auch ausdrücklich dabei. Prüfen Sie deshalb vor dem ersten Start immer den Stand im Kurbelgehäuse. Reinigen Sie danach in jeder Saison den Luftfilter, besonders nach einem staubigen Tag auf dem Holzplatz, und wechseln Sie das Motoröl gemäß der Bedienungsanleitung des Motors.
Zapfwellen-Holzspalter
Bei einem Zapfwellen-Holzspalter kontrollieren Sie die Gelenkwelle: Sind die Schutzhauben intakt, drehen die Kreuzgelenke leichtgängig und sind sie geschmiert? Lassen Sie die Zapfwelle mit der Drehzahl laufen, die der Hersteller angibt. Beim GeoTech Pro LSP 13-100 VT Zapfwellen-Holzspalter sind das zum Beispiel mindestens 540 Umdrehungen pro Minute.
Sicher spalten: die häufigsten Fehler
- Die Zweihandbedienung umgehen. Der Keil bewegt sich nur, wenn Sie beide Hebel festhalten, sodass Ihre Hände nie am Holzstück sind. Binden Sie nie einen Hebel fest und lassen Sie bei der Arbeit zu zweit nur eine Person bedienen.
- Kalt mit voller Kraft starten. Im Winter ist das Hydrauliköl dickflüssig. Lassen Sie die Maschine zuerst ein paar Minuten ohne Last laufen und machen Sie einige Leerhübe, bevor Sie ein schweres Stück spalten.
- Ein Holzstück schief aufsetzen. Stellen Sie das Stück gerade auf die Spaltplatte, mit der Sägeseite flach. Ein schiefes Stück kann wegspringen oder sich verklemmen.
- Weiterdrücken bei einem Stück, das nicht spaltet. Bleibt der Keil in einem astigen oder verdrehten Stück stecken, lassen Sie ihn zurückfahren und drehen Sie das Stück um eine Vierteldrehung. Länger drücken macht nur das Öl heiß.
- Zu lange Stücke. Achten Sie auf die maximale Stammlänge Ihrer Maschine und sägen Sie das Holz vorher auf Maß, zum Beispiel mit einer Maschine aus den Brennholzsägen und Wippsägen.
Schritt 6: Winterlagerung nach dem letzten Spalten
Nutzen Sie den Holzspalter ein paar Monate nicht, vermeiden Sie mit einer halben Stunde Arbeit die meisten Probleme im Frühjahr.
- Reinigen Sie die Maschine gründlich, auch unter der Spaltplatte und rund um den Tank.
- Lassen Sie den Zylinder ganz einfahren, damit die Kolbenstange so wenig wie möglich der Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
- Prüfen Sie noch einmal den Ölstand und achten Sie auf die Farbe des Öls.
- Leeren Sie bei einem Benzinmotor den Tank oder verwenden Sie einen Kraftstoffstabilisator gemäß der Bedienungsanleitung des Motors.
- Schmieren Sie Schrauben, Gelenke und die Führung leicht ein.
- Stellen Sie die Maschine trocken und frostfrei auf einen ebenen Untergrund. Muss sie draußen bleiben, decken Sie sie mit einer gut passenden Schutzhülle ab.
Welcher Holzspalter passt zu Ihrer Arbeit?
Möchten Sie so wenig Wartung wie möglich, wählen Sie einen Elektro-Holzspalter: kein Motoröl, kein Luftfilter und keine Gelenkwelle. Haben Sie einen Traktor und liegt das Holz auf dem Feld, dann ist ein Zapfwellen-Holzspalter die logische Wahl. Sind Sie unsicher über die richtige Ölsorte oder ein Ersatzteil für Ihre Maschine, nehmen Sie gern Kontakt mit Rabe Trading auf. In unserem Sortiment finden Sie Holzspalter, Wippsägen und das übrige Werkzeug für Brennholz unter einem Dach.