Maschinen
Welcher Holzspalter passt zu Ihnen? Spaltkraft, Antrieb und Bauform
Elektrisch, Benzin oder Zapfwelle, stehend oder liegend, und wie viel Tonnen Spaltkraft brauchen Sie wirklich? So wählen Sie den Holzspalter, der zu Ihrem Holz passt.
Wer jedes Jahr Brennholz macht, weiß: das Spalten ist der schwerste Teil der Arbeit. Ein Holzspalter nimmt Ihnen diese Arbeit ab, aber die Unterschiede zwischen den Maschinen sind groß: von kompakten Elektrospaltern für hinter dem Schuppen bis zu Zapfwellenmaschinen mit 35 Tonnen für den Traktor. Nachfolgend gehen Sie die Auswahl durch, damit Sie weder zu leicht kaufen noch für Kraft bezahlen, die Sie nie nutzen.
Wie viel Tonnen Spaltkraft brauchen Sie?
Die Spaltkraft in Tonnen ist die erste Zahl, auf die Sie schauen, aber sie sagt erst in Kombination mit Ihrem Holz etwas aus. Drei Dinge bestimmen, wie viel Kraft das Spalten verlangt: der Durchmesser des Blocks, die Holzart und die Frage, ob das Holz frisch oder bereits getrocknet ist. Gerades, frisch gesägtes Nadelholz spaltet leicht. Eiche und Buche verlangen mehr, und ein astiger Block, durch den ein Seitenast läuft, verlangt am meisten von allen.
- Kaminholzblöcke bis etwa 30 cm Durchmesser: ein Spalter mit 6 bis 8 Tonnen reicht meistens aus.
- Blöcke von 30 bis 50 cm, oder viel Eiche und astiges Holz: rechnen Sie mit 10 bis 16 Tonnen.
- Dicke Stämme und langes Stammholz: ab 20 Tonnen, und für die richtig schwere Arbeit gibt es Maschinen bis 35 Tonnen.
Zu leicht kaufen ist der klassische Fehler: der Spaltkeil bleibt dann mitten in einem zähen Block stecken und Sie greifen doch wieder zur Axt. Ein paar Tonnen Reserve über Ihrem durchschnittlichen Block sind also kein Luxus.
Elektrisch, Benzin oder Zapfwelle
Elektrische Holzspalter
Die elektrischen Holzspalter bilden mit 89 Modellen die größte Gruppe. Sie reichen von 6 bis 22 Tonnen und laufen mit 230 Volt oder Starkstrom. Leise genug, um auch abends zu arbeiten, keine Abgase, also auch unter einem Vordach einsetzbar. Einzige Voraussetzung ist eine Steckdose in Reichweite; achten Sie bei den schwereren Modellen darauf, ob sie 400 Volt verlangen.
Zapfwellen-Holzspalter
Einen Zapfwellen-Holzspalter hängen Sie in die Dreipunktaufnahme und treiben ihn über die Zapfwelle Ihres Traktors an. Damit arbeiten Sie überall, wo der Traktor hinkommt, auch mitten auf der Fläche, wo das Holz liegt. Diese Gruppe reicht von 8 bis 35 Tonnen über 33 Modelle und enthält die Maschinen mit dem längsten Hub, bis 1.100 mm und mehr, mit denen Sie auch langes Stammholz spalten. Haben Sie einen Traktor, ist das pro Tonne Spaltkraft meist der günstigste Weg.
Benzin-Holzspalter
Die Benzin-Holzspalter sind für alle, die weder Traktor noch Strom am Arbeitsplatz haben: ein eigener Motor, also völlig unabhängig an jedem Holzplatz einsetzbar.
Stehend oder liegend
Bei einem stehenden (vertikalen) Spalter kippen Sie den Block unter den Spaltkeil und müssen ihn nicht anheben. Bei schweren Blöcken von 50 Kilo und mehr ist das der Unterschied zwischen einem Nachmittag Arbeit und Rückenschmerzen. Ein liegender (horizontaler) Spalter hat ein Arbeitsbett, auf dem der Block liegt; das ist angenehm bei handlichem Kaminholz und bietet eine feste Arbeitshöhe. Der Großteil des Sortiments ist stehend ausgeführt. Achten Sie daneben auf die Hublänge: sie bestimmt, wie lang ein Block sein darf. Standard sind rund 500 mm, die großen Maschinen erreichen 1.000 bis 1.200 mm.
Sicher arbeiten
Nahezu alle Maschinen haben eine Zweihandbedienung: der Spaltkeil bewegt sich nur, solange beide Hände an den Hebeln sind, damit sie nie am Block sein können. Arbeiten Sie zu zweit, lassen Sie eine Person bedienen und halten Sie die andere beim Anreichen außerhalb der Maschine. Handschuhe und Sicherheitsschuhe sind bei fallenden Blöcken kein überflüssiger Luxus.
Mehr als nur Spalten
Spalten ist Schritt zwei; zuerst muss das Holz auf Länge. Zum Sägen von Stämmen auf ein festes Maß gibt es Wippsägen und Sägetische, und für die Sägearbeit selbst finden Sie in der Kategorie Brennholz und Forst über 180 Akku-, Benzin- und Elektro-Kettensägen, daneben Seilwinden, um Stämme aus dem Wald zu ziehen, und Äxte für die Nacharbeit.
Empfehlung je nach Situation
- Ein paar Raummeter Kaminholz pro Jahr am Haus: ein elektrischer Spalter mit 6 bis 8 Tonnen.
- Jedes Jahr viel Eiche oder Buche, Blöcke bis 50 cm: elektrisch oder Zapfwelle, 10 bis 16 Tonnen.
- Traktor vorhanden und das Holz liegt auf der Fläche: ein Zapfwellen-Holzspalter, dann arbeiten Sie dort, wo das Holz liegt.
- Langes Stammholz spalten: eine Maschine mit einem Hub von 1.000 mm oder mehr.
- Kein Strom und kein Traktor am Holzplatz: ein Benzin-Holzspalter.
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