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Schlegelmulcher mit Arm: Gräben und Wegränder mähen
So mähen Sie Gräben, Böschungen und Wegränder mit einem Schlegelmulcher mit Arm: anbauen, Hydraulik anschließen, Schnitthöhe einstellen und sicher arbeiten.
Die Grabenböschung ist voller Schilf, die Böschung an der Zufahrt wächst zu und die Hecke ragt immer weiter in den Weg. Mit einem normalen Schlegelmulcher hinter dem Traktor kommen Sie dort nicht heran, und mit der Motorsense sind Sie tagelang beschäftigt. Ein Schlegelmulcher mit Arm, auch Seitenschlegelmulcher oder Mäharm genannt, löst das Problem: Der Mähkopf schiebt sich neben den Traktor und neigt sich mit der Böschung. Hier erfahren Sie, wie Sie eine solche Maschine anbauen, einstellen und damit sicher Gräben, Wegränder und Hecken mähen.
Was Sie brauchen
- Einen Traktor mit einer Dreipunkt-Aufhängung in der Kategorie, die zur Maschine passt, und eine Zapfwelle.
- Hydraulikanschlüsse am Traktor für die Zylinder des Arms. Die meisten Maschinen haben zwei Zylinder mit vier Schläuchen.
- Eine Gelenkwelle in der richtigen Länge. Bei vielen Modellen ist sie im Lieferumfang enthalten, aber nicht bei allen.
- Arbeitshandschuhe, Gehörschutz und einen freien Arbeitsbereich ohne Zuschauer.
Schritt 1: Prüfen Sie, ob die Maschine zu Ihrem Traktor passt
Jeder Seitenschlegelmulcher mit Arm nennt einen eigenen Leistungsbereich, und dieser ist maßgeblich. In unserer Kollektion Seitenschlegelmulcher mit Arm reicht das Angebot von kompakt bis schwer. Einige Beispiele aus den Produktdaten:
- Der BlackStone BV 100 L hat 100 cm Arbeitsbreite, wiegt 218 kg und ist für Traktoren mit 25 bis 30 PS gedacht.
- Der Ceccato Olindo Trincione 290 Argini 1200 hat 120 cm Arbeitsbreite, wiegt 205 kg und benötigt 30 bis 35 PS.
- Der BlackStone BVH 160 H und der GeoTech Pro HAMF 180 wiegen gut 600 kg und sind für Traktoren mit 55 bis 60 PS gebaut.
- Der BlackStone RPEH 200 wiegt 853 kg und benötigt 80 bis 120 PS.
Achten Sie nicht nur auf die Leistung, sondern auch auf das Gewicht. Eine Maschine, die neben dem Traktor hängt, zieht den Traktor zu dieser Seite. Je weiter Sie den Arm ausfahren, desto stärker ist dieser Effekt, vor allem am Hang. Sorgen Sie daher für ausreichend Ballast vorne und auf der anderen Seite des Traktors, und wählen Sie bei einem leichten Traktor lieber eine leichtere Maschine. Möchten Sie zuerst die grundsätzliche Wahl zwischen den Ausführungen treffen, lesen Sie welcher Schlegelmulcher zu Ihrem Traktor passt.
Schritt 2: Anbauen und die Hydraulik anschließen
- Stellen Sie die Maschine auf einen ebenen, festen Untergrund und fahren Sie gerade rückwärts an die Aufhängung heran.
- Kuppeln Sie zuerst die unteren Hubarme an und danach den Oberlenker. Stellen Sie den Oberlenker so ein, dass die Maschine gerade hängt.
- Schließen Sie die vier Hydraulikschläuche an. Jeder Zylinder hat zwei Schläuche, in der Praxis brauchen Sie also zwei doppeltwirkende Anschlüsse am Traktor. Reinigen Sie die Kupplungen zuerst und stellen Sie die Hebel in die Schwimm- oder Neutralstellung, damit kein Druck auf den Schläuchen steht.
- Montieren Sie die Gelenkwelle. Die Modelle von GeoTech Pro haben zum Beispiel einen Zapfwellenanschluss von 1 3/8 Zoll mit sechs Keilen. Beim Ceccato Trincione ist die Gelenkwelle nicht enthalten; Sie bestellen sie separat, passend zu Ihrem Traktor, bei Gelenkwellen und Motoren.
- Prüfen Sie, ob die Gelenkwelle in den äußersten Stellungen des Arms nicht zusammengeschoben wird und nicht zu weit auseinandergeht. Sichern Sie die Schutzhaube mit den Kettchen.
Haben Sie einen älteren Traktor mit einer linksdrehenden Zapfwelle, achten Sie auf ein Modell mit Wendegetriebe. Der AgriEuro Premium CE Special hat es serienmäßig.
Schritt 3: Die Schnitthöhe einstellen
Die Schnitthöhe stellen Sie mit der verstellbaren Stützwalze hinter dem Mähkopf und mit den Seitenkufen ein. Stellen Sie die Walze nicht zu tief ein: Wenn die Schlegel den Boden berühren, verschleißen sie schnell und Sie schleudern Sand und Steine hoch. An einer Grabenböschung mit Maulwurfshügeln oder unebenem Boden lassen Sie lieber etwas mehr Abstand als an einem ebenen Wegrand. Mähen Sie zuerst ein paar Meter zur Probe und stellen Sie dann nach.
Schritt 4: Eine Grabenböschung oder einen Hang mähen
So gehen Sie bei einem Graben oder einer Böschung vor:
- Fahren Sie langsam am Rand entlang und fahren Sie den Arm seitlich aus, bis der Mähkopf über der Böschung hängt.
- Neigen Sie den Kopf mit dem zweiten Zylinder, bis er parallel zum Hang liegt. Der Arm arbeitet bis 90 Grad nach oben und ein gutes Stück nach unten; wie weit genau, ist je nach Modell verschieden und steht auf der Produktseite.
- Schalten Sie die Zapfwelle erst ein, wenn der Kopf frei hängt, und bringen Sie ihn auf Drehzahl, bevor Sie losfahren.
- Passen Sie Ihre Fahrgeschwindigkeit dem Bewuchs an. Sinkt die Drehzahl hörbar ab, fahren Sie langsamer oder mähen Sie in zwei Bahnen.
- Achten Sie auf Pfähle, Zäune, Durchlässe und Steine am Wegrand. Heben Sie den Kopf dort rechtzeitig an.
Ein Seitenschlegelmulcher zerkleinert den Bewuchs fein und lässt ihn liegen. Möchten Sie das Mähgut dagegen abfahren, etwa um einen Wegrand auszumagern, ist ein Balkenmäher die bessere Alternative. Mehr über das Mähen von Wegrändern und Grabenböschungen in der Brutzeit lesen Sie im Beitrag Darf man noch mulchen?
Schritt 5: Eine Hecke oder einen Gehölzstreifen bearbeiten
Stellen Sie den Kopf senkrecht, um die Seite einer Hecke oder eines Gehölzstreifens zu mähen. Achten Sie auf die Holzstärke: Der leichte BlackStone BV 100 L zerkleinert Schnittholz bis 30 mm, der schwerere GeoTech Pro HAMF 180 Holz bis 40 mm. Dickeres Holz sägen Sie vorher ab. Auch die Wahl zwischen Hammerschlegeln und Y-Messern spielt eine Rolle; den Ceccato Trincione gibt es in beiden Ausführungen. Den Unterschied erklärt der Beitrag Hammerschlegel oder Y-Messer.
Müssen Sie höher oder weiter reichen, brauchen Sie einen richtigen Mäharm für Hecke und Böschung. Die Heckenscherenarme GeoTech Pro THC haben eine Armlänge von 3,5 Metern und einen eigenen Öltank mit 20 Litern, die Böschungsmäharme HRM reichen 270 oder 290 cm. Wie sich der Arm im Vergleich zu anderen Mähern schlägt, lesen Sie in Was ist die Alternative zum Schlegelmulcher?
Nach der Arbeit: Transportstellung und Kontrolle
- Schalten Sie die Zapfwelle aus und lassen Sie den Rotor vollständig auslaufen, bevor Sie den Kopf bewegen. Der eingebaute Freilauf sorgt dafür, dass der Rotor nicht gegen den Antrieb drückt.
- Klappen Sie den Arm ein und bringen Sie ihn in die Transportstellung. Modelle wie der GeoTech Pro HAMF und AMRB haben eine Transportverriegelung; nutzen Sie diese auf der Straße immer.
- Prüfen Sie die Schlegel auf Schäden und lose Schrauben, und kontrollieren Sie, ob die Keilriemen noch gut gespannt sind.
- Schmieren Sie die Schmierstellen. Bei den meisten Modellen ist der Schmiernippel an der Antriebsseite über eine Öffnung erreichbar.
Welcher Schlegelmulcher mit Arm passt zu Ihnen?
Mähen Sie die eigenen Gräben und Wegränder mit einem Kompakttraktor von 25 bis 35 PS, nehmen Sie eine leichte Maschine von 100 bis 145 cm, etwa den GeoTech Pro AMF145 mit 280 kg. Haben Sie viele Meter Grabenböschung oder Gehölzstreifen und einen Traktor ab 55 PS, wählen Sie eine schwere Maschine wie den GeoTech Pro HAMF 180, der dickeres Holz verarbeitet und eine Transportverriegelung hat. Sind Sie unsicher wegen Ihres Traktors oder der Hydraulikanschlüsse, nehmen Sie vor der Bestellung gerne Kontakt mit Rabe Trading auf.