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Welcher Schlegelmulcher passt zu Ihrem Traktor?
Schlegelmulcher für den Heckanbau kaufen? So wählen Sie nach Leistung, Arbeitsbreite, Dreipunkt-Kategorie und Seitenverschiebung, mit den vier Ausführungen im Vergleich.
Ein Schlegelmulcher macht in einem Arbeitsgang kurzen Prozess mit hohem Gras, Disteln, Brennnesseln und jungem Aufwuchs. Wer ein Gerät für den Heckanbau sucht, stößt immer auf dieselben Fragen: Wie viel PS werden benötigt, wie breit darf die Maschine sein und passt sie überhaupt an die Hebevorrichtung? Nachfolgend gehen Sie diese Entscheidungen Schritt für Schritt durch, damit Sie wissen, welches Modell zu Ihrem Traktor und Ihrer Fläche passt.
Schlegelmulcher oder Kreiselmäher: wo liegt der Unterschied?
Bei einem Schlegelmulcher hängen einzelne Schlegel an einem schnell drehenden Rotor. Sie schlagen den Aufwuchs auf und zerkleinern ihn sofort, sodass das Mähgut fein liegen bleibt und rasch verrottet. Dadurch kommen Sie auch durch verholztes Material: je nach Modell verarbeitet ein Schlegelmulcher Äste von 20 und teilweise bis 60 mm Stärke. Ein Kreiselmäher schneidet den Aufwuchs dagegen ab und legt ihn im Ganzen nieder. Wünschen Sie vor allem einen sauberen Schnitt auf einer Weide oder Pferdekoppel, dann schauen Sie bei den Weidemäher & Kreiselmäher. Geht es um raues Gelände, Feldränder und Aufwuchs, ist der Schlegelmulcher die richtige Wahl.
Schritt 1: die Leistung Ihres Traktors
Jede Maschine nennt ihren eigenen PS-Bereich, und dieser Bereich ist maßgebend, nicht eine Faustregel. Die Heckanbau-Schlegelmulcher sind deshalb in fünf Leistungsklassen eingeteilt, sodass Sie sofort nach der Leistung Ihres Traktors filtern können:
- Bis 25 PS: Kompakttraktoren und kleine Schmalspurtraktoren. Die Arbeitsbreite bleibt hier meist unter 120 cm.
- 25 bis 35 PS: die Klasse, in die viele Kompakt- und Schmalspurtraktoren fallen, mit Arbeitsbreiten um 120 bis 150 cm.
- 35 bis 50 PS: die größte Gruppe im Sortiment. Für die meisten Höfe, Weiden und Feldränder fällt die Wahl hier.
- 50 bis 70 PS: schwerere Maschinen für größere Flächen und stärkeren Aufwuchs.
- Ab 70 PS: breite Maschinen für große Flächen und den Lohnbetrieb.
Bleiben Sie unter dem angegebenen Bereich, sinkt die Rotordrehzahl, sobald der Aufwuchs schwerer wird, und das Mähbild wird ausgefranst. Mehr Leistung als angegeben ist unproblematisch, solange Sie die Fahrgeschwindigkeit an das anpassen, was die Maschine verarbeiten kann.
Schritt 2: die Arbeitsbreite
Die Arbeitsbreite bestimmt, wie schnell Sie vorankommen, aber auch, wie viel Leistung die Maschine verlangt. Breiter ist also nicht automatisch besser: ein zu breiter Mulcher an einem leichten Traktor leistet weniger als ein schmalerer, der auf Drehzahl bleibt. Im Sortiment reichen die Breiten von rund 80 cm bis deutlich über 200 cm, aufgeteilt in vier Bereiche: bis 100 cm, 100 bis 140 cm, 140 bis 180 cm und ab 180 cm. Die Mittelklasse von 140 bis 180 cm ist mit Abstand am besten vertreten.
Praktische Regel: der Mulcher sollte mindestens so breit sein wie die Spur Ihres Traktors. Ist er schmaler, fahren Sie den Aufwuchs platt, bevor er gemäht wird, und es bleiben Streifen stehen.
Schritt 3: die Dreipunkt-Aufhängung
Die Maschine hängt in der Dreipunkt-Hebevorrichtung Ihres Traktors, und die ist in Kategorien genormt. Kategorie 1 hat dünnere Bolzen und einen geringeren Abstand als Kategorie 2. Leichte und mittelschwere Maschinen hängen in der Regel in Kategorie 1, schwerere in Kategorie 2, und ein Teil der Maschinen passt für beide. Auf jeder Produktseite steht die Kategorie bei den technischen Daten, Sie müssen also nicht raten. Messen Sie im Zweifel die Bolzen Ihrer eigenen Hebevorrichtung nach, bevor Sie bestellen.
Schritt 4: Zapfwelle, Gelenkwelle und Freilauf
Der Rotor wird über die Zapfwelle Ihres Traktors angetrieben. Bei den allermeisten Schlegelmulchern wird die Gelenkwelle mitgeliefert, aber nicht bei allen. Das steht pro Maschine in der Liste des serienmäßigen Lieferumfangs, prüfen Sie das also vor der Bestellung. Einzelne Wellen finden Sie bei den Gelenkwellen & Motoren, und einen passenden Oberlenker oder ein anderes Dreipunkt-Teil bestellen Sie gleich mit, ebenso wie das übrige Traktorzubehör.
Achten Sie außerdem auf einen integrierten Freilauf. Er sorgt dafür, dass der schwere Rotor auslaufen kann, ohne den Antrieb Ihres Traktors zurückzudrücken, sobald Sie die Zapfwelle ausschalten. Bei den meisten Maschinen ist dieser Freilauf serienmäßig eingebaut.
Schritt 5: fest, manuell oder hydraulisch verschiebbar
Die Aufhängung kann fest, von Hand verstellbar oder hydraulisch vom Fahrersitz aus verschiebbar sein. Hydraulisch ist in diesem Sortiment am häufigsten, gefolgt von fest und danach manuell.
- Fest: der Mulcher läuft immer hinter dem Traktor. Gut geeignet für offene Flächen und Weiden.
- Manuell verschiebbar: Sie stellen den Mulcher vor der Arbeit in die gewünschte Position, zum Beispiel etwas nach rechts, um an einem Graben entlang zu mähen.
- Hydraulisch verschiebbar: Sie verschieben während der Fahrt, was sich lohnt, wenn Sie abwechselnd mittig und am Rand mähen.
Möchten Sie vom Weg aus eine Böschung, einen Graben oder eine Hecke mähen, reicht die Seitenverschiebung nicht und Sie brauchen einen Seitenmulcher mit Ausleger. Dieser hängt an einem Seitenarm, der auch unter und über dem Bodenniveau arbeiten kann. Hat Ihr Traktor ein Fronthubwerk, mähen Sie mit einem wendbaren Schlegelmulcher auch vor dem Traktor.
Schritt 6: leicht, mittel oder schwer
Die Maschinen sind in drei Robustheitsklassen eingeteilt, und die sagen etwas über die Rahmenstärke, das Gewicht der Schlegel und die maximale Holzstärke aus, die Sie hindurchbekommen. Die drei Klassen sind etwa gleich stark vertreten, Sie können also bei jeder Arbeitsbreite wählen, wie schwer die Maschine sein soll.
- Leicht: Gras, Unkraut und dünner Aufwuchs an Kompakttraktoren bis etwa 35 PS.
- Mittel: Gras und Strauchwerk auf Flächen, die einige Male im Jahr gemäht werden.
- Schwer: jahrelang stehen gelassener Aufwuchs, stärkeres Holz und täglicher Einsatz an einem schwereren Traktor.
Die vier Ausführungen im Vergleich
| Ausführung | Wofür | Modelle |
|---|---|---|
| Heckanbau | Weide, Hof, Feldränder und Aufwuchs direkt hinter dem Traktor | 189 |
| Seitenmulcher mit Ausleger | Böschungen, Grabenränder, Knicks und Hecken neben dem Weg | 57 |
| Wendbar | Front- und Heckanbau mit derselben Maschine | 15 |
| Mit Zwischenreihen-Scheibe | Obst- und Weinbau, mähen bis zwischen die Stämme | 12 |
Empfehlung je nach Situation
- Weide von einigen Hektar hinter einem Kompakttraktor: ein leichter bis mittelschwerer Schlegelmulcher von 120 bis 150 cm in der Klasse 25 bis 35 PS.
- Hof, Feldränder und jährlicher Aufwuchs: eine mittelschwere Maschine von 140 bis 180 cm in der Klasse 35 bis 50 PS, hydraulisch verschiebbar, damit Sie die Ränder mitnehmen.
- Böschungen und Gräben entlang eines Weges: ein Seitenmulcher mit Ausleger, denn damit bleiben Sie mit dem Traktor auf dem Weg.
- Verwildertes Gelände mit stärkerem Holz: eine schwere Ausführung, und achten Sie dann ausdrücklich auf die angegebene maximale Holzstärke.
- Obstanlage oder Baumreihe: ein Schlegelmulcher mit Zwischenreihen-Scheibe, der mit einem Tastrad um die Stämme herum ausweicht.
Sie schwanken noch zwischen Hammerschlegeln und Y-Messern? In Hammerschlegel oder Y-Messer: welches Mähwerkzeug wählen Sie lesen Sie, was dieser Unterschied mit Ihrem Mähbild macht.
Alle Maschinen in der Übersicht Maschinen & Anbaugeräte werden komplett und montiert oder weitgehend montiert geliefert, mit Preisen inklusive Mehrwertsteuer und Lieferung auf Palette inbegriffen. Sie erhalten genau das Modell, das auf dem Foto zu sehen ist, mit der auf der Seite genannten Artikelnummer. Sind Sie unsicher, ob eine Maschine zu Ihrem Traktor passt, stellen Sie Ihre Frage gerne vor der Bestellung.