Weidebloter
Weidemulcher einstellen: Schnitthöhe und Anbau
So stellen Sie Ihren Weidemulcher ein: Anbau an die Dreipunkt-Aufhängung, Gelenkwelle prüfen und die Schnitthöhe von 3 bis 10 cm an den Seitenkufen wählen.
Ihr Weidemulcher hinterlässt Streifen, schlägt in den Boden oder lässt Grasbüschel stehen? Meist liegt das nicht an der Maschine, sondern an der Einstellung. Ein Weidemulcher hat nur wenige Einstellpunkte: die Dreipunkt-Aufhängung, die Zapfwelle und die Seitenkufen, die die Schnitthöhe bestimmen. Stimmen diese, mäht er gleichmäßig und hält lange. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie die Maschine anbauen, die Schnitthöhe einstellen und prüfen, ob alles passt.
Was Sie brauchen
- Einen Traktor mit Dreipunkt-Aufhängung und rechtsdrehender Zapfwelle mit 540 Umdrehungen
- Eine passende Gelenkwelle mit Schutzrohr
- Maulschlüssel oder eine Ratsche für die Schrauben der Seitenkufen
- Öl für das Getriebe, gemäß der Bedienungsanleitung Ihrer Maschine
- Ein Maßband und einen ebenen Untergrund, etwa einen Betonboden oder einen befestigten Hofplatz
Zuerst prüfen: Passt der Weidemulcher zu Ihrem Traktor?
Bevor Sie mit dem Einstellen beginnen, prüfen Sie, ob die Kombination stimmt. Die Weidemulcher in unserem Sortiment haben alle eine feste Dreipunkt-Aufhängung, einen Direktantrieb mit Getriebe aus Gusseisen bei 540 Umdrehungen und zwei pendelnde Messer. Sie arbeiten ausschließlich mit einer rechtsdrehenden Zapfwelle. Hat Ihr Traktor eine linksdrehende Zapfwelle, hilft keine Einstellung weiter.
Achten Sie auch auf die Leistung. Der GeoTech Pro SLP 140 Weidemäher mit 140 cm Arbeitsbreite ist für Traktoren von 20 bis 35 PS gedacht, der SLP 160 für 25 bis 45 PS. Die AgriEuro Premium flat-Modelle mit 90 bis 120 cm Arbeitsbreite sind für Traktoren von 12 bis 70 PS angegeben. Die ganze Übersicht finden Sie bei den Weidemulchern und Kreiselmähern.
Weidemulcher anbauen in fünf Schritten
- Schritt 1: Traktor gerade hinter die Maschine. Stellen Sie den Weidemulcher auf einen ebenen Untergrund und fahren Sie den Traktor gerade dahinter. Schalten Sie die Zapfwelle aus, stellen Sie den Motor ab und ziehen Sie die Handbremse an, bevor Sie absteigen.
- Schritt 2: Unterlenker und Oberlenker. Hängen Sie zuerst die beiden Unterlenker an und danach den Oberlenker. Die Weidemulcher haben eine Dreipunkt-Aufhängung der Kategorie 1. Stellen Sie die Stabilisierungsketten oder -streben der Unterlenker so fest, dass die Maschine nicht seitlich pendeln kann.
- Schritt 3: Gelenkwelle prüfen. Schieben Sie die Gelenkwelle auf die Zapfwelle des Traktors und auf die Eingangswelle des Getriebes. Heben Sie die Maschine danach langsam an und senken Sie sie wieder ab. Prüfen Sie, ob sich die Profilrohre der Welle in der höchsten und tiefsten Stellung ausreichend überlappen und nirgends aufeinander drücken. Eine zu lange Welle kann das Getriebe beschädigen, eine zu kurze Welle kann sich lösen. Muss die Welle gekürzt werden, folgen Sie der Anleitung der Gelenkwelle. Eine passende Welle finden Sie bei Bedarf bei den Gelenkwellen.
- Schritt 4: Schutzrohr sichern. Hängen Sie die Haltekettchen des Gelenkwellenschutzes ein, damit der Schutz nicht mitdreht.
- Schritt 5: Öl ins Getriebe. Die AgriEuro-Weidemulcher werden ohne Öl geliefert. Füllen Sie das Getriebe bis zum richtigen Stand, bevor Sie die Zapfwelle zum ersten Mal einschalten, und prüfen Sie auch bei einem neuen GeoTech kurz den Ölstand.
Die Schnitthöhe Ihres Weidemulchers einstellen
Die Schnitthöhe stellen Sie mit den Seitenkufen auf beiden Seiten der Haube ein. Bei allen Weidemulchern in unserem Sortiment ist sie von 3 bis 10 cm verstellbar. Das Verstellen dauert nur wenige Minuten:
- Schritt 1: Senken Sie die Maschine auf den Boden ab, schalten Sie die Zapfwelle aus und stellen Sie den Motor ab.
- Schritt 2: Lösen Sie die Schrauben der linken Seitenkufe und bringen Sie die Kufe auf die gewünschte Höhe.
- Schritt 3: Ziehen Sie die Schrauben wieder fest an.
- Schritt 4: Gehen Sie auf der rechten Seite genauso vor. Nutzen Sie dafür dasselbe Loch oder dieselbe Markierung, sonst mäht der Mulcher schief.
- Schritt 5: Messen Sie mit einem Maßband den Abstand von der Unterkante der Haube bis zum Boden, links und rechts. Dieser muss gleich sein.
Bei den AgriEuro-Modellen sind die Seitenkufen wendbar. Ist die Unterseite abgenutzt, drehen Sie sie um und haben wieder eine neue Lauffläche.
Welche Schnitthöhe ist die richtige?
Es gibt keine feste Stellung, die immer passt, aber einige Faustregeln helfen:
- Weidepflege nach dem Beweiden: Wählen Sie eine mittlere Stellung. Sie möchten die Geilstellen rund um die Kuhfladen abmähen, nicht die Grasnarbe kahl scheren. Zu kurzes Mähen bremst das Nachwachsen des Grases.
- Unebene oder holprige Fläche: Stellen Sie die Kufen höher. So treffen die Messer keine Maulwurfshügel und Grassoden, und im Schnittgut landet weniger Erde.
- Ebene, gepflegte Rasenfläche: Hier können Sie tiefer gehen, weil die Messer nicht in den Boden schlagen.
- Im Zweifel: Beginnen Sie hoch und stellen Sie die Kufen erst tiefer, wenn das Ergebnis zu grob ist.
Die Maschine mit dem Oberlenker waagerecht ausrichten
Ein Weidemulcher mäht am schönsten, wenn die Haube in Fahrtrichtung waagerecht steht. Senken Sie die Maschine auf dem ebenen Untergrund ab, bis die Seitenkufen den Boden gerade berühren. Schauen Sie dann von der Seite: Neigt sich die Haube nach vorn, drehen Sie den Oberlenker länger. Hängt sie nach hinten, drehen Sie ihn kürzer. Stellen Sie danach auch die Unterlenker links und rechts auf dieselbe Höhe. So tragen beide Kufen gleich viel Gewicht und der Mulcher folgt dem Gelände.
Probestreifen mähen und nachstellen
Mähen Sie zuerst eine Bahn und steigen Sie dann ab, um nachzusehen. So lesen Sie das Ergebnis:
- Ein Streifen längeres Gras auf einer Seite: Die Seitenkufen stehen nicht gleich hoch oder die Unterlenker stehen schief.
- Braune kahle Stellen oder Erde im Schnittgut: Die Schnitthöhe ist zu niedrig oder die Haube neigt sich nach vorn.
- Gras, das platt gedrückt stehen bleibt: Fahren Sie etwas langsamer oder mähen Sie öfter, damit das Gras nicht zu lang wird.
- Vibrationen oder ein unruhiges Geräusch: Halten Sie sofort an und prüfen Sie die Messer und die Gelenkwelle.
Die Messer der Weidemulcher mähen auf ebenem Gelände gleichmäßig und sauber, und der Heckauswurf verteilt das Schnittgut über die Fläche. Arbeiten Sie mit einer gleichbleibenden Fahrgeschwindigkeit, dann bleibt das Schnittbild gleichmäßig.
Nach dem Mähen und beim Einlagern
Entfernen Sie nach der Arbeit das Gras unter der Haube, kontrollieren Sie Messer und Seitenkufen und prüfen Sie, ob alle Schrauben noch fest sitzen. Steht die Maschine im Winter draußen, schützt eine Schutzhülle sie vor Regen und Schmutz. Wie Sie einen Schlegelmulcher winterfest machen, lesen Sie in Schlegelmulcher winterfest machen; viele dieser Kontrollen gelten auch für Ihren Weidemulcher.
Weidemulcher oder doch ein Schlegelmulcher?
Ein Weidemulcher ist für die regelmäßige Runde über die Weide und für gepflegte Grasflächen gemacht. Liegt eine Fläche schon ein Jahr verwildert da, mit Brombeeren und Aufwuchs, ist ein Schlegelmulcher die bessere Maschine. Den Unterschied zwischen den Mähern lesen Sie in Was ist die Alternative zum Schlegelmulcher.
Unsere Empfehlung
Haben Sie einen Kompakttraktor und vor allem Weiden und Grasflächen zu pflegen, wählen Sie einen Weidemulcher mit einer Arbeitsbreite, die zu Ihrem Traktor passt, etwa den AgriEuro Premium SL 120 flat Weidemäher. Müssen Sie auch mit Gestrüpp und Schnittholz zurechtkommen, schauen Sie bei den Schlegelmulchern und Mähern. Sind Sie unsicher bei der richtigen Größe oder beim Anbau an Ihren Traktor, wenden Sie sich gern an Rabe Trading.