Pumpen
Membrandruckbehälter bei der Bewässerungspumpe: Wozu dient er?
Ein Membrandruckbehälter bei Ihrer Bewässerungspumpe schützt vor Verschleiß und Wasserschlag. Erfahren Sie, wie er funktioniert und welche Größe Sie benötigen.
Viele Bewässerungspumpen werden inklusive eines Membrandruckbehälters verkauft, auch Druckbehälter oder Expansionsgefäß genannt. Dennoch ist oft nicht klar, wozu dieser Behälter genau dient oder ob er wirklich notwendig ist. Dieser Artikel erklärt Schritt für Schritt, was ein Membrandruckbehälter leistet, warum er Ihre Bewässerungsanlage besser arbeiten lässt und wie Sie die richtige Größe wählen.
Was ist ein Membrandruckbehälter?
Ein Membrandruckbehälter ist ein geschlossener Druckbehälter mit einer flexiblen Gummimembran im Inneren. Diese Membran teilt das Behälterinnere in zwei Kammern: eine Seite ist mit Luft gefüllt, die andere Seite ist für Wasser bestimmt. Das Luftkissen ist ab Werk auf einen bestimmten Druck vorgespannt.
Wenn die Pumpe Wasser fördert, strömt dieses Wasser in die Wasserseite des Behälters und komprimiert das Luftkissen. Sobald die Pumpe stoppt, hält das Luftkissen den Druck aufrecht und es steht druckbeaufschlagtes Wasser bereit. Wenn ein Hahn geöffnet oder ein Sprinklerstromkreis gestartet wird, liefert der Behälter dieses Wasser sofort, ohne dass die Pumpe unmittelbar anlaufen muss.
Warum ist ein Membrandruckbehälter nützlich?
Ohne Membrandruckbehälter schaltet Ihre Bewässerungspumpe bei nahezu jeder Wasserentnahme direkt ein und aus. Öffnen Sie einen Hahn oder starten Sie einen Bewässerungskreis, fällt der Druck in der Leitung sofort ab und die Pumpe schaltet ein. Schließen Sie den Hahn, stoppt die Pumpe wieder. Dieses Muster führt zu einer Reihe von Problemen:
- Dutzende oder sogar Hunderte von Schaltvorgängen pro Stunde, was den Motor und den Druckschalter erheblich schneller verschleißt
- Wasserschlag in den Leitungen, erkennbar an einem Knall oder einer Vibration beim Schließen eines Hahns oder Ventils
- Schwankender Wasserdruck an den Sprinklern, insbesondere wenn mehrere Bewässerungszonen oder Entnahmepunkte gleichzeitig aktiv sind
Der Membrandruckbehälter löst dieses Problem, indem er eine kleine Menge Wasser unter Druck puffert. Kleine Wasserentnahmen werden direkt aus dem Behälter geliefert, ohne dass die Pumpe anläuft. Die Pumpe schaltet erst ein, wenn der Behälter leer ist und der Druck unter den Einschaltdruck des Druckschalters fällt. So schaltet die Pumpe wesentlich seltener ein, was die Lebensdauer deutlich verlängert.
Membrandruckbehälter versus Hauswasserwerk
Ein Hauswasserwerk verfügt über einen integrierten Membrandruckbehälter. Sie erwerben in diesem Fall ein vollständiges System in einem Gehäuse. Bei einer separaten Bewässerungspumpe kaufen Sie die Pumpe und den Behälter getrennt und verbinden sie in der Anlage. Beide Lösungen sind gängig. Die Wahl hängt vor allem von der Größe der Anlage und dem verfügbaren Platz ab.
| Situation | Geeignete Lösung |
|---|---|
| Kleiner Garten, geringer Bedarf | Bewässerungspumpe mit kleinem Membrandruckbehälter (18 bis 25 Liter) |
| Mittelgroßer Garten, regelmäßige Nutzung | Bewässerungspumpe mit Membrandruckbehälter von 50 bis 80 Litern |
| Großer Garten oder professionelle Anwendung | Bewässerungspumpe mit größerem Membrandruckbehälter oder Hauswasserwerk |
Sehen Sie sich das Sortiment an Bewässerungspumpen an und finden Sie eine Übersicht der Einzelpumpen, die Sie mit einem Membrandruckbehälter kombinieren können.
Wie groß sollte der Membrandruckbehälter sein?
Die benötigte Behältergröße hängt vom Nutzungsmuster Ihrer Anlage ab. Je häufiger die Pumpe normalerweise einschaltet, desto größer sollte der Behälter idealerweise sein. Ein kleiner Garten mit ein oder zwei Sprinklern kommt bereits mit einem kleineren Behälter aus. Eine größere Anlage mit mehreren Bewässerungszonen oder einer Bewässerungstrommel profitiert von einem größeren Volumen.
Prüfen Sie stets die Empfehlung des Pumpenherstellers. Bei den meisten Pumpentypen wird eine Mindestbehältergröße als Richtwert angegeben. Haben Sie Fragen zur richtigen Wahl für Ihre Situation? Wenden Sie sich gerne an Rabe Trading für eine individuelle Beratung.
Vorspanndruck einstellen und kontrollieren
Das Luftkissen im Membrandruckbehälter ist ab Werk auf einen Standardwert vorgespannt, häufig um die 1,5 bar. Diese Vorspannung muss etwas niedriger sein als der Einschaltdruck des Druckschalters Ihrer Pumpe. Ist der Einschaltdruck auf 2 bar eingestellt, stellen Sie den Luftdruck im Behälter am besten auf etwa 1,7 bis 1,8 bar ein. Beachten Sie stets die Anleitung Ihrer Pumpe und des Behälters für die genauen empfohlenen Werte.
Sie prüfen und passen den Luftdruck über das Schraderventil am Behälter an. Das ist derselbe Ventiltyp wie an einem Fahrrad oder Auto, sodass eine gewöhnliche Luftpumpe mit Manometer ausreicht. Notieren Sie den eingestellten Wert und prüfen Sie diesen jedes Jahr, am besten zu Beginn der Bewässerungssaison.
Anschluss und Aufstellung
Schließen Sie den Membrandruckbehälter an der Druckseite (Druckleitung) der Pumpe an, so nah wie möglich an der Pumpe selbst. Verwenden Sie ein Absperrventil zwischen Pumpe und Behälter, damit Sie den Behälter für Kontrolle oder Austausch absperren können, ohne die gesamte Anlage entleeren zu müssen. Die meisten Membrandruckbehälter haben einen 1-Zoll-Innengewindeanschluss, der auf gängige Bewässerungsleitungen und Kupplungen passt.
Beachten Sie bei der Aufstellung Folgendes:
- Befestigen Sie den Behälter mit einer Halterung oder Stütze, wenn das Gewicht dies erfordert
- Lassen Sie den Behälter nie trocken ohne Wasser stehen; das kann die Membran beschädigen
- Schützen Sie den Behälter im Winter vor Frost, indem Sie ihn entleeren und entlüften oder die Anlage drinnen aufstellen
- Prüfen Sie jährlich die Membran auf Verschleiß und kontrollieren Sie den Luftdruck des Luftkissens
Wann benötigen Sie keinen Membrandruckbehälter?
Pumpen mit einer integrierten elektronischen Druckregelung oder einem Frequenzumrichter passen die Drehzahl an den aktuellen Wasserbedarf an. Sie schalten nicht ein und aus, sondern laufen langsamer oder schneller. In diesem Fall ist ein großer externer Membrandruckbehälter überflüssig, obwohl ein kleiner Pufferbehälter am Anschluss manchmal nützlich sein kann, um kleine Druckschwankungen aufzufangen. Prüfen Sie beim Kauf Ihrer Pumpe, ob diese intelligente Regelung vorhanden ist.
Fazit
Für die meisten Bewässerungsanlagen mit einer klassischen Ein/Aus-Pumpe ist ein Membrandruckbehälter eine sinnvolle Ergänzung. Er verlängert die Lebensdauer des Motors und des Druckschalters, verhindert Wasserschlag und sorgt für stabileren Wasserdruck in der gesamten Anlage. Eine relativ geringe Investition mit großem Einfluss auf die Zuverlässigkeit Ihrer Bewässerung.
Bei Rabe Trading finden Sie ein umfangreiches Sortiment an Membrandruckbehältern und Druckbehältern, passend zu den meisten Bewässerungspumpen. Sehen Sie sich auch die Hauswasserwerke an, wenn Sie nach einem Komplettsystem mit integriertem Druckbehälter suchen. Zweifeln Sie, welche Option am besten zu Ihrer Situation passt? Unser Team hilft Ihnen gerne weiter.