Pumpen
Grundwasserpumpe anschließen: Schritt für Schritt
Eine Grundwasserpumpe anschließen in sechs Schritten: Pumpe auf Tiefe, Druckleitung, Rückschlagventil, Elektrik und Druck einstellen.
Eine Grundwasserpumpe anzuschließen können Sie gut selbst, solange Sie die Schritte in der richtigen Reihenfolge nehmen. Die meisten Probleme entstehen später nicht durch die Pumpe, sondern durch die Installation: eine Pumpe, die zu tief hängt, eine Leitung, die zurückläuft, oder ein fehlender Trockenlaufschutz. Hier die Reihenfolge, die wir einhalten.
Zuerst festlegen: Pumpe oben oder Pumpe im Brunnen
Die Tiefe des Wassers entscheidet das, nicht Ihre Vorliebe. Steht das Wasser weniger als etwa 7 Meter unter der Pumpe, kann eine selbstansaugende Pumpe am Rand das Wasser nach oben ziehen. Steht es tiefer, gelingt das Ansaugen nicht mehr und Sie brauchen eine Pumpe, die im Brunnen hängt und drückt.
Messen Sie diese Tiefe im Sommer, nicht im Frühjahr. Der Wasserstand sinkt in einer Trockenperiode, und genau dann brauchen Sie die Pumpe. Mehr zu dieser Wahl steht in Bewässerung mit Brunnenwasser: welche Pumpe brauchen Sie.
Was bereitliegen muss
- Die Brunnenpumpe im passenden Durchmesser für Ihren Brunnen, meist 4 oder 5 Zoll.
- Druckleitung, zum Beispiel PVC-Druckrohr oder PE-Rohr, plus die zugehörigen Kupplungen.
- Ein Rückschlagventil, sofern nicht schon in der Pumpe eingebaut.
- Ein Sicherungsseil oder Stahlseil, das das Gewicht von Pumpe und gefüllter Leitung trägt.
- Ausreichend Pumpenkabel in einem Stück, ohne Verlängerung im Brunnen.
- Ein Druckschalter und Membrangefäß, wenn die Pumpe automatisch arbeiten soll.
Schritt 1: Brunnen und Filter
Prüfen Sie, ob der Brunnen sauber ist und der Brunnenfilter noch durchlässt. Eine neue Pumpe auf einen zugesetzten Filter zu setzen bedeutet, dass die Pumpe gegen eine Verstopfung arbeitet. Pumpen Sie den Brunnen erst klar. In Brunnenfilter reinigen steht, wie Sie das angehen.
Schritt 2: die Pumpe auf Tiefe hängen
Hängen Sie die Pumpe frei im Wasser, nicht auf dem Boden. Auf dem Boden saugt sie Sand und Schlamm an, und das schleift jedes Laufrad auf. Halten Sie mindestens einen halben Meter Abstand zum Boden und sorgen Sie dafür, dass die Pumpe auch beim niedrigsten Sommerstand deutlich unter Wasser bleibt.
Das Gewicht hängt am Sicherungsseil, nicht am Kabel und nicht allein an der Druckleitung. Binden Sie das Kabel mit Bindern locker an der Leitung mit, damit kein Zug auf die Kabeleinführung kommt.
Schritt 3: Druckleitung und Rückschlagventil
Verlegen Sie die Druckleitung in einer Größe, die zur Pumpe passt. Eine großzügige Leitung kostet kaum mehr und liefert Druck, den Sie sonst in Reibung verlieren. Setzen Sie das Rückschlagventil nah an die Pumpe, damit die Leitung gefüllt bleibt, wenn die Pumpe stoppt. Ohne Rückschlagventil läuft die Wassersäule zurück und die Pumpe startet jedes Mal gegen eine leere Leitung.
Läuft die Leitung draußen unter der Oberfläche, verlegen Sie sie frostfrei. In Bewässerungsleitung eingraben steht, wie tief das in der Praxis sein muss.
Schritt 4: elektrisch anschließen und sichern
Eine Pumpe im Brunnen ist eine nasse Umgebung, und das stellt Anforderungen. Schließen Sie die Pumpe an einen Stromkreis mit Fehlerstromschutzschalter an und verwenden Sie den Motorschutz oder Schaltkasten, den der Hersteller vorschreibt. Bei einer Drehstromausführung müssen Sie auch die Drehrichtung prüfen, denn falsch herum bedeutet wenig Wasser und viel Wärme.
Lassen Sie den elektrischen Teil von einer fachkundigen Person ausführen, wenn Sie sich nicht sicher sind. Ein Trockenlaufschutz gehört dazu: Er schaltet die Pumpe ab, bevor der Wasserstand unter die Pumpe sinkt.
Schritt 5: füllen, entlüften und Probelauf
Bei einer Pumpe am Rand füllen Sie zuerst das Pumpengehäuse und entlüften die Saugleitung. Bei einer Unterwasserpumpe ist Füllen nicht nötig, die Druckleitung sollten Sie aber entlüften. Starten Sie die Pumpe kurz und sehen Sie, ob sofort Wasser kommt. Bleibt es bei Luft, ist die Saugseite undicht oder das Rückschlagventil sitzt falsch. Siehe Pumpe saugt nicht an.
Lassen Sie sie beim ersten Mal etwas länger laufen und den Auslauf ins Freie gehen, damit möglicher Sand nicht in die ganze Anlage gelangt.
Schritt 6: den Druck einstellen
Arbeiten Sie mit Druckschalter und Membrangefäß, stellen Sie zuerst den Vordruck des Behälters auf etwa 0,2 bar unter den Einschaltdruck ein. Setzen Sie danach Ein- und Ausschaltdruck des Schalters. Halten Sie genug Abstand zwischen beiden, sonst taktet die Pumpe. Die Schritte stehen in Druckschalter einstellen und prüfen.
Bewässern Sie mit dieser Pumpe, prüfen Sie, ob genug Leistung für die Anzahl gleichzeitig laufender Regner vorhanden ist. Mit der Rechenhilfe sehen Sie das direkt.
Melden oder genehmigen lassen
Grundwasser zu fördern ist nicht überall frei. Für kleine Mengen für Garten oder Hof gilt oft eine Meldepflicht, und ab einer bestimmten Menge brauchen Sie eine Genehmigung. Die Regeln unterscheiden sich je Region, prüfen Sie das also, bevor Sie bohren oder fördern. Was dabei eine Rolle spielt, steht kurz im Artikel über Bewässerung mit Brunnenwasser.