Maschinen
Bodenfräse, Kreiselegge oder Grubber: welches Bodenbearbeitungsgerät wählen Sie?
Fräsen, eggen, grubbern, tieflockern oder pflügen? Was jedes Gerät mit Ihrem Boden macht und welche Maschine zu Ihrer Fläche und Ihrem Traktor passt.
Einen Gemüsegarten anlegen, eine Weide neu ansäen oder eine verdichtete Krume aufbrechen: alles ist Bodenbearbeitung, aber jedes Mal ist ein anderes Gerät gefragt. Wer das falsche wählt, macht den Boden zu fein, lässt eine störende Schicht sitzen oder zieht unnötig schweres Gerät hinter einem leichten Traktor. Nachfolgend steht, was jedes Gerät macht, damit Sie gezielt wählen können.
Was jedes Gerät mit Ihrem Boden macht
Die Bodenfräse: in einem Arbeitsgang saatfertig
Eine Bodenfräse hat angetriebene Messer, die die obere Schicht lösen, mischen und zerkrümeln. Damit machen Sie aus einem rauen Stück Boden in ein bis zwei Arbeitsgängen ein Saatbett und arbeiten zugleich Gründünger oder Mist in die obere Schicht ein. Sie ist die logische Wahl für den Gemüsegarten, einen Reitplatz oder eine kleine Fläche, die komplett neu gemacht werden muss. Die Fräsen reichen von 80 bis über 200 cm Arbeitsbreite, ein großer Teil manuell oder hydraulisch seitlich verschiebbar, sodass Sie auch an einem Rand entlang arbeiten können. Halten Sie aber Maß: zu häufiges Fräsen macht die Struktur zu fein, wodurch der Boden nach Regen verschlämmt.
Die Kreiselegge: zerkrümeln ohne Wenden
Eine Kreiselegge hat vertikal drehende Zinken, die die obersten Zentimeter zerkrümeln, ohne den Boden zu wenden. Die Walze dahinter drückt das Saatbett gleich an: eine Stabwalze für die meisten Böden, eine Stachelwalze für schwereren Boden. Das macht die Kreiselegge zum Gerät für die Neuansaat von Grünland und für ein ebenes Saatbett auf bearbeitetem Boden. Das Angebot reicht von 88 bis 250 cm, verteilt auf eine leichte, mittlere und schwere Serie, sodass es auch für Kompakttraktoren ein passendes Modell gibt.
Der Grubber: brechen und lüften
Ein Grubber oder Federzinkenegge wird nicht angetrieben: federnde Zinken ziehen durch den Boden, brechen die Kruste, lüften die obere Schicht und reißen Unkraut los. Er ist das Gerät für die Stoppelbearbeitung, für das Schwarzhalten einer Fläche und für die erste Bearbeitung, bevor Fräse oder Egge kommen. Weil keine Zapfwelle im Spiel ist, verlangt er wenig vom Traktor.
Der Tieflockerer: in die Tiefe
Fahrspuren, eine Pflugsohle oder eine verdichtete Schicht in 30 bis 50 cm Tiefe lösen Sie nicht mit einer Fräse; die kommt dort nicht hin. Ein Tieflockerer bricht eine solche Schicht auf, ohne den Boden zu wenden, damit Wasser wieder versickert und Wurzeln tiefer können. Das ist die schwerste Zugarbeit der Kategorie: schauen Sie genau auf die verlangte Leistung, bevor Sie wählen.
Der Pflug: wenden
Ein Pflug wendet den Boden und arbeitet die alte Narbe oder Ernterückstände vollständig unter. Für den Umbruch von altem Grünland und auf Flächen mit viel Unkrautdruck bleibt das der gründlichste Weg, danach kommt eine Egge oder Fräse für das Saatbett.
Auf einen Blick
| Situation | Gerät |
|---|---|
| Gemüsegarten oder Reitplatz saatfertig machen | Bodenfräse |
| Grünland neu ansäen | Kreiselegge |
| Stoppel bearbeiten, Unkraut losreißen | Grubber oder Federzinkenegge |
| Verdichtete Schicht oder Fahrspuren in der Tiefe brechen | Tieflockerer |
| Altes Grünland umbrechen, Ernterückstände unterarbeiten | Pflug |
| Kartoffeln legen und roden | Kartoffelroder oder Legemaschine |
Für die Kartoffelecke gibt es eigene Kartoffelroder und Legemaschinen sowie Häufler und Furchenzieher.
Leistung und Hubkraft
Angetriebene Geräte wie Fräse und Kreiselegge verlangen deutlich mehr Leistung pro Meter Arbeitsbreite als gezogene Geräte. Jedes Produkt nennt seinen eigenen PS-Bereich und dieser Bereich ist maßgeblich: eine zu breite Fräse an einem leichten Traktor bleibt stehen, sobald der Boden schwerer wird. Achten Sie bei der Kreiselegge auch auf das Gewicht in Kombination mit der Hubkraft Ihres Traktors, denn die Walze dahinter macht die Maschine schwerer, als sie aussieht.
Grünland erneuern, von der Narbe bis zur Saat
Die häufigste Frage in dieser Kategorie ist die Neuansaat einer Weide. Die Reihenfolge, die funktioniert: Mähen Sie die Fläche zuerst kurz, zum Beispiel mit einem Schlegelmulcher oder Weidemäher, bearbeiten Sie die Narbe danach mit der Kreiselegge oder Fräse, und säen Sie in das zerkrümelte Bett, von Hand oder mit einer Sämaschine oder einem Streuwagen. Die Walze der Kreiselegge drückt die Saat gleich an, sodass Sie in einem Gang fertig sind.
Alle Geräte aus der Kategorie Bodenbearbeitung und der gesamten Übersicht Maschinen & Anbaugeräte werden mit Preisen inklusive Mehrwertsteuer und Lieferung auf Palette inbegriffen geliefert. Sie erhalten genau das Modell, das auf dem Foto steht. Sind Sie unsicher, welches Gerät zu Ihrem Boden passt, stellen Sie Ihre Frage gerne vor der Bestellung.