Pumpen
Ebara Kreiselpumpe wählen: CDX, 2CDX, DWO und DWC
Welche Ebara passt zu Ihrer Anlage? Der Unterschied zwischen CDX, 2CDX, DWO und DWC, und warum diese Pumpen Zulauf brauchen.
Ebara ist ein japanischer Pumpenhersteller, der in Europa vor allem für Kreiselpumpen aus Edelstahl für den gewerblichen Einsatz bekannt ist. Begegnet Ihnen die Marke an einer bestehenden Anlage oder in einem Angebot, geht es fast immer um eine von vier Baureihen: CDX, 2CDX, DWO oder DWC. Sie ähneln sich stark, sind aber für unterschiedliche Arbeit gebaut. Worauf Sie achten, steht hier.
Zuerst das: Das Wasser muss der Pumpe zulaufen
Alle Ausführungen dieser Baureihen sind normalsaugend. Die Pumpe kann die Luft nicht selbst aus der Saugleitung verdrängen und muss deshalb gefüllt laufen: mit der Pumpe unter dem Wasserspiegel oder gespeist aus einem höher stehenden Tank. Läuft sie trocken, ist die Gleitringdichtung hin, ohne dass Sie vorher etwas merken.
Müssen Sie Wasser gerade aus einem Graben, Brunnen oder Regenspeicher nach oben holen, sind Sie beim falschen Typ. Schauen Sie dann bei den selbstansaugenden Pumpen oder, bei einem gebohrten Brunnen, bei den Brunnenpumpen. Wie das funktioniert, steht in Kreiselpumpe: Funktion, Typen und wann Sie sie wählen.
CDX und 2CDX: der Unterschied liegt in der Anzahl der Laufräder
Die CDX hat ein Laufrad und ist die Volumenpumpe des Programms: viel Wasser bei ordentlichem Druck. Die 2CDX hat zwei Laufräder hintereinander und erreicht bei etwa gleicher Fördermenge eine deutlich höhere Förderhöhe. Genau diesen Unterschied merken Sie am Ende einer langen Leitung.
- CDX 120/20: 1,5 kW, Fördermenge 1,8 bis 9,6 Kubikmeter pro Stunde, Förderhöhe 38,5 bis 28,6 Meter.
- 2CDX 120/15: 1,1 kW mit zwei Laufrädern, Förderhöhe 30 bis 42 Meter bei einer Fördermenge bis 9 Kubikmeter pro Stunde.
Beide Baureihen haben ein Pumpengehäuse aus Edelstahl mit Motorgehäuse aus Aluminium, Schutzart IP55 und einen maximalen Betriebsdruck von PN8. Die Medientemperatur darf bis 60 Grad betragen, mit Viton-Dichtung bis 110 Grad. Vorgesehen sind sie für sauberes Wasser und für Druckerhöhung.
DWO: auf Druck ausgelegt, mit zwei Zoll
Die Baureihe DWO sitzt auf einem Anschluss von zwei Zoll und ist auf Druck ausgelegt. Eine DWO 150 mit 230 Volt erreicht mit 1,1 kW eine Förderhöhe bis 42 Meter bei einer Fördermenge von 5,1 bis 9,8 Kubikmeter pro Stunde. Das Medium darf bis neunzig Grad warm sein.
Beachten Sie, dass die Kennlinie steil abfällt: bei Volllast bleibt von diesen 42 Metern deutlich weniger übrig. Bestimmen Sie also zuerst Ihren Betriebspunkt und schauen Sie dort, was die Pumpe leistet, nicht beim Maximum auf dem Typenschild.
DWC: für Kühl- und Heizungssysteme
Die Baureihe DWC steht ebenfalls auf zwei Zoll und ist für sauberes Wasser und Glykollösungen in Kühl- und Heizungssystemen gedacht. Eine DWC-N 300/1.5T leistet 1,5 kW an 400 Volt mit einer Förderhöhe von 22,5 bis 12 Meter. Auch hier darf das Medium bis neunzig Grad warm sein.
Was das M oder T im Typennamen bedeutet
Ein M in der Typenbezeichnung steht für eine Ausführung mit 230 Volt, ein T für 400 Volt Drehstrom. Prüfen Sie also zuerst, welcher Anschluss am Aufstellort liegt. Bei Drehstrom kontrollieren Sie beim ersten Start die Drehrichtung: läuft die Pumpe falsch herum, fördert sie zwar Wasser, aber viel zu wenig, und das wird oft für eine zu kleine Pumpe gehalten.
Worauf Sie bei der Montage sonst noch achten
- Motorschutz. Je nach Modell ist der Thermoschutz eingebaut oder muss gesondert angebracht werden. Prüfen Sie das in den Spezifikationen des gewählten Modells.
- Absperrungen vor und nach der Pumpe. So können Sie sie ausbauen, ohne die ganze Anlage zu entleeren.
- Leitungsgröße. Ein großzügiger Druckanschluss an einer knappen Leitung bringt nichts. Rechnen Sie die Leitung auf Strömungsgeschwindigkeit nach.
- Betriebsdruck. Bleiben Sie unter PN8, also unter acht bar Systemdruck.
Wo diese Pumpen im Betrieb eingesetzt werden
In der Praxis sehen Sie sie bei der Druckerhöhung im Leitungsnetz, beim Umpumpen zwischen Tanks und Becken, in Prozess- und Kühlwassersystemen und in Beregnungsanlagen mit Drehstrom, bei denen das Wasser der Pumpe von selbst zuläuft. Für Beregnung direkt aus Oberflächenwasser wählen Sie ein selbstansaugendes Modell, und für Haspel oder Feldleitung schauen Sie bei den landwirtschaftlichen Beregnungspumpen.
Sie wissen noch nicht, welche Fördermenge und welchen Druck Sie brauchen? Schauen Sie sich das Angebot bei den Ebara Kreiselpumpen und bei den nicht selbstansaugenden Pumpen der anderen Marken an. Schwanken Sie zwischen zwei Modellen, geben Sie Fördermenge, Höhenunterschied und Leitungslänge durch, dann rechnen wir mit.