Spezialist für Hof und Land Persönliche Beratung von Spezialisten Geschäftlich bestellen? Beantragen Sie ein Konto

Auswahlhilfe

Bewässerungscomputer einstellen: Schritt für Schritt

Lernen Sie, wie Sie einen Bewässerungscomputer für die automatische Bewässerung einstellen. Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Zonen, Zeiten, Magnetventilen und saisonaler Anpassung.

12-06-2026 5 Min. Lesezeit Ratgeber van Rabe

Automatische Bewässerung: Der Bewässerungscomputer als Steuerzentrale

Manuelle Bewässerung erfordert Disziplin: Jeden Tag zur richtigen Zeit den Wasserhahn aufdrehen, in der richtigen Menge. Wer das automatisieren möchte, benötigt einen Bewässerungscomputer. Dieses Gerät steuert die Magnetventile Ihrer Bewässerungsanlage an und führt das von Ihnen eingestellte Programm automatisch aus. In diesem Artikel erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen Bewässerungscomputer einstellen und worauf Sie achten müssen.

Was macht ein Bewässerungscomputer?

Ein Bewässerungscomputer ist das Gehirn Ihrer Bewässerungsanlage. Pro Zone – ein separater Bereich des Gartens mit einem eigenen Magnetventil – können Sie einstellen, wann und wie lange bewässert wird. So bewässern Sie den Rasen zu anderen Zeiten und mit anderen Laufzeiten als das Blumenbeet oder den Gemüsegarten.

Grob gibt es zwei Typen:

  • Stand-alone Computer (Indoor oder Outdoor): Arbeiten selbstständig, ohne Internetverbindung, über ein festes Programm.
  • Smarte (WLAN) Bewässerungscomputer: Über eine App bedienbar, können auf Wetterdaten und Verdunstungswerte reagieren.

Sehen Sie sich unser gesamtes Angebot in der Kollektion Bewässerungscomputer an.

Schritt 1: Bestimmen Sie die Anzahl der Zonen

Eine Zone ist ein Anschluss für ein oder mehrere Magnetventile, die gleichzeitig öffnen. Erstellen Sie vor dem Kauf eine Übersicht Ihrer Bewässerungsbereiche:

  • Vorderer Rasen
  • Hinterer Rasen
  • Beete und Sträucher
  • Gemüsegarten oder Gewächshaus

Die Anzahl der Zonen bestimmt, welches Modell Sie benötigen. Für einen kleinen Garten reicht ein 4-Stationen-Modell; größere Grundstücke oder landwirtschaftliche Nutzung erfordern 8, 12 oder mehr Stationen. Wählen Sie immer etwas mehr Stationen, als Sie derzeit denken zu benötigen: Eine Erweiterung ist dann einfach. Von Rain Bird finden Sie unter anderem die ESP-TM2 mit 6 Stationen und die TBOS-Serie mit 2 und 4 Stationen bei den Rain Bird Bewässerungssteuerungen.

Schritt 2: Schließen Sie die Magnetventile an

Magnetventile werden über ein Steuerkabel mit dem Bewässerungscomputer verbunden. Jede Zone erhält eine eigene Ader; alle Zonen teilen sich einen gemeinsamen Nullleiter („Common“). Verwenden Sie für den Außenbereich geeignetes Kabel, verlegen Sie es geschützt im Boden und beschriften Sie jedes Kabel sowohl am Ventil als auch am Computer. Das erspart Ihnen später viel Sucharbeit bei einer Störung.

Testen Sie jedes Ventil einzeln, bevor Sie den Graben wieder schließen. Das passende Ventil für Ihre Anlage finden Sie in unserem Angebot an Magnetventilen.

Schritt 3: Überprüfen Sie Druck und Wasserquelle

Der Bewässerungscomputer steuert nur die Ventile; das Wasser kommt vom Leitungsnetz oder einer Bewässerungspumpe. Überprüfen Sie vor der Einstellung:

  • Wie hoch ist der verfügbare Druck am Anschluss?
  • Wie hoch ist der Mindestdruck der gewählten Sprinkler?
  • Ist bei hohem Leitungsdruck ein Druckregler erforderlich?

Bei zu hohem Druck zerstäuben die Sprinkler unregelmäßig oder es kommt zu Nebelbildung; bei zu geringem Druck erreichen Pop-up-Sprinkler ihre optimale Arbeitshöhe nicht. Überprüfen Sie die Spezifikationen Ihrer eigenen Produkte oder kontaktieren Sie Rabe Trading im Zweifelsfall. Sehen Sie sich unser Angebot an Pop-up-Sprinklern für Modelle mit einem breiten Arbeitsdruckbereich an.

Schritt 4: Programmieren Sie die Bewässerungszeiten

Nachdem das System angeschlossen ist, können Sie den Computer programmieren. Die meisten Modelle erfordern drei Einstellungen pro Zone:

Einstellung Was Sie eingeben
Starttage Z.B. Mo/Mi/Fr oder täglich
Startzeit Z.B. 06:00 Uhr
Laufzeit pro Zone Z.B. 10–20 Minuten

Beste Bewässerungszeit

Die Bewässerung in den frühen Morgenstunden – vorzugsweise vor Sonnenaufgang bis etwa 8.00 Uhr – ist vorzuziehen. Der Wind ist dann ruhig, die Verdunstung gering und die Pflanzen trocknen tagsüber ab, was Schimmelbildung entgegenwirkt. Die Bewässerung mitten am Tag ist aufgrund hoher Verdunstung ineffizient. Spätabendliche Bewässerung erhöht das Risiko von Pilzkrankheiten.

Laufzeit pro Zone

Eine allgemeine Faustregel: Bewässern Sie ausreichend, um die obersten 15 bis 20 Zentimeter des Bodens zu befeuchten, vermeiden Sie aber Pfützenbildung und Abfluss. Auf sandigem Boden sind kurze, häufige Bewässerungen besser; auf Lehmboden können Sie länger am Stück bewässern. Überprüfen Sie die Niederschlagsmenge pro Stunde Ihrer Sprinkler in den Produktspezifikationen. Wie viele Minuten das pro Zone sind, hängt von Durchfluss und Fläche ab; die Rechenhilfe Beregnungszeit rechnet das in Millimeter Wasser pro Stunde um.

Schritt 5: Stellen Sie die Saisonanpassung ein

Die meisten Bewässerungscomputer bieten einen Saisonfaktor oder Anpassungsprozentsatz, mit dem Sie alle Laufzeiten gleichzeitig erhöhen oder verringern können, ohne jedes Programm separat anzupassen. In einer trockenen Sommerperiode stellen Sie dies beispielsweise auf 120 % ein; nach einer regnerischen Woche auf 60 %. Smarte Modelle mit WLAN können dies automatisch auf Basis von Verdunstungswerten (ET-Wert) oder Wettervorhersagen anpassen.

Schritt 6: Testen Sie das gesamte System

Nach der Programmierung führen Sie einen manuellen Testlauf pro Zone durch:

  1. Prüfen Sie, ob das Magnetventil korrekt öffnet und schließt.
  2. Gehen Sie alle Sprinkler durch: Gibt es verstopfte oder schiefe Köpfe?
  3. Überprüfen Sie das Sprühmuster: Gibt es trockene Stellen oder Überschneidungen?
  4. Überprüfen Sie alle Anschlüsse auf Undichtigkeiten.

Passen Sie die Sprinklerwinkel und die Reichweite bei Bedarf an. Dies spart Wasser und führt zu einem gleichmäßigeren Ergebnis.

WLAN-Bewässerungscomputer: Zusätzliche Möglichkeiten

Mit einem smarten Bewässerungscomputer haben Sie über eine App jederzeit Einblick in Ihren Zeitplan. Sie können Zonen manuell starten, die Bewässerung bei vorhergesagtem Regen pausieren oder den Wasserverbrauch pro Zone verfolgen. Einige Modelle arbeiten mit einem Regensensor oder einer intelligenten Wetter-API zusammen, sodass eine Bewässerung automatisch übersprungen wird, wenn Regen bevorsteht.

Für einfache und fortschrittliche WLAN-Modelle sehen Sie sich unser Angebot an Hunter Bewässerungscomputern an, die für Garten und professionellen Einsatz geeignet sind.

Häufig gemachte Fehler bei der Einstellung

  • Zu kurze Laufzeiten: Die oberen Zentimeter werden nass, aber die Wurzeln bleiben trocken.
  • Zu viele Zonen gleichzeitig aktiv: Prüfen Sie, ob Ihre Pumpe oder Wasserleitung den gleichzeitigen Bedarf bewältigen kann.
  • Kein Regensensor: Ohne Sensor bewässert der Computer auch nach einem kräftigen Regenschauer einfach weiter.
  • Kabel nicht beschriftet: Bei einer Störung wissen Sie nicht mehr, welches Kabel zu welcher Zone gehört.

Fazit

Die Einstellung eines Bewässerungscomputers erfordert einige Vorbereitung, bietet aber täglichen Komfort: Ihr Garten erhält automatisch Wasser zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge. Für das benötigte Material – von Bewässerungscomputern und Magnetventilen bis hin zu Pop-up-Sprinklern und Anschlusskabeln – finden Sie ein breites Sortiment bei Rabe Trading Bewässerung.