Vieh
Hühnergehege gegen Greifvögel und Füchse schützen
Greifvögel und Füchse sind eine ernste Gefahr für Ihre Hühner. Schützen Sie Ihr Gehege mit Netzen, stabiler Einzäunung und praktischen Tipps.
Hühner zu halten ist äußerst befriedigend: frische Eier, lebende Tiere auf dem Hof und ein Stück landwirtschaftliche Eigenständigkeit im Garten oder auf dem Bauernhof. Wer jedoch Hühner hält, weiß auch, dass Greifvögel und Bodenräuber wie Füchse und Marderarten eine ernste Bedrohung darstellen. Ein gut gesicherter Hühnerauslauf ist daher keine Luxus, sondern eine Notwendigkeit. In diesem Artikel erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Geflügel wirksam schützen.
Was sind die größten Gefahren für Hühner?
Hühner sind aus zwei Richtungen gefährdet: von oben (aus der Luft) und vom Boden. Die häufigsten Räuber in den Niederlanden sind:
- Füchse: Der aktivste Räuber, auch tagsüber. Füchse graben sich unter einem Zaun durch oder beißen bei ausreichender Motivation Maschendraht kaputt.
- Steinmarder und Iltisse: Klein und wendig, können durch vergleichsweise enge Öffnungen schlüpfen. Aktiv in der Dämmerung und nachts.
- Habicht und Sperber: Greifen aus der Luft an, besonders wenn die Hühner im Freien ohne Überdachung herumlaufen.
- Mäusebussard: Weniger wendig als der Habicht, aber gefährlich für junge Hühner und Küken.
- Ratten: Fressen Futter, Eier und junge Küken und können Krankheiten übertragen.
Eine gute Sicherung berücksichtigt alle diese Bedrohungen gleichzeitig.
Überdachung: Schutz von oben
Greifvögel stellen eine reale Bedrohung dar, sobald Hühner frei in einem offenen Auslauf herumlaufen. Eine feste Überdachung bietet den wirkungsvollsten Schutz. Sie können dabei wählen zwischen:
- Stabiles Maschendrahtgeflecht: Langlebig und effektiv. Verwenden Sie eine Maschenweite von höchstens 25 x 25 mm, sodass auch kleine Räuber nicht hindurchkommen.
- Kunststoff- oder Nylon-Auslaufnetze: Leichter als Maschendraht und einfach zu spannen. Gut geeignet als zeitweilige oder saisonale Lösung. Achten Sie auf UV-Beständigkeit und die Maschenweite.
- Gespannte Drähte: Weniger robust als Maschendraht, aber als zusätzliche Maßnahme über einer vorhandenen Einzäunung nützlich, um Greifvogelangriffe zu erschweren.
Achten Sie bei einer festen Überdachung darauf, dass die Konstruktion im Winter Schneelasten standhalten kann und dass keine Öffnungen vorhanden sind, durch die ein kleiner Marder oder eine Ratte schlüpfen könnte.
Bodensicherung: Eingraben verhindern
Füchse und Iltisse graben sich regelmäßig unter einem Zaun durch, wenn sie hungrig sind. Um dies zu verhindern, gibt es zwei wirksame Methoden:
- Tiefes Eingraben des Maschendrahts: Graben Sie den Draht mindestens 30 bis 50 Zentimeter in den Boden ein. Biegen Sie den unteren Teil nach außen in eine L-Form, sodass ein grabendes Tier schnell aufgehalten wird. Dies ist die dauerhafteste Lösung.
- Horizontaler Bodenankerzaun: Legen Sie Maschendraht oder schweres Metalldraht horizontal auf dem Boden außerhalb des Auslaufs, fest mit der stehenden Einzäunung verbunden. Decken Sie diesen mit Erde oder Grassoden ab. Füchse graben direkt neben dem Zaun und stoßen dann auf den horizontalen Draht, was sie aufhält.
Verwenden Sie für den Bodenschutz verzinkten Draht oder Maschendraht. Dieser ist witterungsbeständig und hält lange. Überprüfen Sie den Zustand des Maschendrahts jährlich, da Rost den Draht schwächen kann. Für die Seiten eines Geheges oder einen zeitweiligen Auslauf lassen sich auch Weidenetze verwenden, die ohne Werkzeug aufgestellt werden.
Wände: stabiles Maschendrahtgeflecht und solide Pfähle
Die Wände des Hühnerauslaufs müssen gegen Beißen, Ziehen und Stoßen widerstandsfähig sein. Beachten Sie Folgendes:
- Drahtgeflecht-Typ: Verwenden Sie sechseckiges Hühnergeflecht oder quadratisches Maschendrahtgeflecht. Sechseckiges Geflecht ist günstig, aber vergleichsweise leicht. Schweres quadratisches Maschendrahtgeflecht ist stabiler und hält Angriffen von Füchsen und Marderarten besser stand.
- Drahtstärke: Je dicker der Draht, desto stabiler das Geflecht. Verwenden Sie für Außenwände vorzugsweise verzinkten Draht mit mindestens 1,2 mm Stärke, oder stärker an Standorten, wo Füchse regelmäßig aktiv sind.
- Pfähle: Verwenden Sie stabile Holz- oder Metallpfähle in regelmäßigen Abständen. Gut verankerte Pfähle sind deutlich stabiler als einfach eingeschlagene Pfähle.
Verzinkter Draht ist die gängigste Wahl wegen seiner Langlebigkeit und Witterungsbeständigkeit. In der Kategorie Stal & Erf bei Rabe Trading finden Sie Draht und Gittermaterial, das für Hühnerausläufe und andere Anwendungen auf dem Hof geeignet ist.
Türen und Verschlüsse: nachts absolut sicher
Viele Zwischenfälle mit Marderarten und Füchsen ereignen sich nachts, wenn die Hühner im Stall sind, die Tür aber nicht richtig gesichert ist. Achten Sie auf Folgendes:
- Verwenden Sie eine Tür, die Sie mit einem Riegel oder Vorhängeschloss fest sichern können, nicht nur mit einem einfachen Haken.
- Marderarten sind klug und können einfache Verschlüsse öffnen. Verwenden Sie ein doppeltes Sicherungssystem oder einen Karabinerhaken als zusätzliche Sicherung.
- Prüfen Sie alle Scharniere und Verschlüsse regelmäßig auf Verschleiß, Rost oder lose Verbindungen.
Eine automatische Hühnerklappe, gesteuert nach Lichtstärke oder einem Timer, bietet zusätzlichen Komfort. So sind Ihre Hühner immer rechtzeitig eingeschlossen, auch wenn Sie selbst nicht vor Ort sind.
Elektrischer Zaun als zusätzliche Sicherung
Ein elektrischer Zaun rund um den Hühnerauslauf kann eine wirksame zusätzliche Schutzschicht bieten, insbesondere gegen Füchse. Ein Strang auf einer Höhe von etwa 20 Zentimetern und ein zweiter Strang auf etwa 40 Zentimetern bilden zusammen ein wirksames Abschreckungsmittel. Ein Fuchs, der einmal einen Stromschlag erhalten hat, meidet die Umgebung des Auslaufs schnell.
Achten Sie darauf, dass das Weidezaungerät ausreichend Leistung für die gesamte Drahtlänge hat und dass die Spannung regelmäßig kontrolliert wird. Bewuchs, der die Drähte berührt, kann die Spannung ableiten und den Zaun weniger wirksam machen.
Weitere Informationen zu geeigneten Einzäunungen für Geflügel und andere Tiere finden Sie in unserer Kategorie Vee & Paard.
Zusätzliche Tipps für den täglichen Betrieb
- Entfernen Sie Essensreste und loses Futter abends aus dem Auslauf: das zieht Ratten und andere unerwünschte Besucher an.
- Sorgen Sie für Beleuchtung rund um den Auslauf, da viele Raubtiere gut beleuchtete Bereiche meiden.
- Kontrollieren Sie die Lagerbereiche rund um den Auslauf regelmäßig auf Spuren von Ratten oder Marderarten.
- Prüfen Sie das Maschendrahtgeflecht und den Bodenschutz mindestens zweimal jährlich auf Beschädigungen oder Roststellen.
- Notieren Sie, wann Sie erstmals Spuren von Raubtieren bemerken. Frühzeitiges Eingreifen verhindert größeren Schaden.
Fazit
Ein gut gesicherter Hühnerauslauf erfordert eine Kombination aus Maßnahmen: eine stabile Überdachung, solides Maschendrahtgeflecht in den Wänden, Bodenschutz gegen Eingraben und einen gut verschließbaren Nachtstall. Zusammen bilden diese Elemente einen wirksamen Schutz gegen die häufigsten Raubtiere in den Niederlanden.
Rabe Trading bietet ein breites Sortiment für die Einrichtung und Sicherung Ihres Geflügelstalls. Sehen Sie sich das Angebot in der Kategorie Stal & Erf an oder nehmen Sie Kontakt auf für eine persönliche Beratung.