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Pumpen

Druckerhöhungspumpe für die Bewässerung: wann nötig?

Eine Druckerhöhungspumpe steigert den Wasserdruck Ihrer Bewässerungsanlage. Erfahren Sie, wann Sie eine benötigen und worauf Sie bei der Wahl achten.

25-06-2026 6 Min. Lesezeit Ratgeber van Rabe

Wann benötigen Sie zusätzlichen Wasserdruck?

Sie starten Ihre Bewässerungsanlage, aber die Sprinkler geben nur einen schwachen, ungleichmäßigen Strahl ab. Oder sobald Sie eine zweite Bewässerungszone einschalten, sinkt der Druck in der ersten Zone spürbar. Dies sind typische Zeichen, dass der verfügbare Wasserdruck für Ihre Anlage nicht ausreicht.

Nicht jeder verfügt automatisch über den Wasserdruck, den ein professionelles Bewässerungssystem benötigt. Die Ursachen können vielfältig sein: ein niedrigerer Netzdruck in der Straße oder auf dem Land, eine lange Zulaufleitung vom Wasserzähler zum Grundstück, Höhenunterschiede im Gelände oder die Bewässerung aus einem Regenwasserspeicher oder Vorratstank. In all diesen Situationen kann eine Druckerhöhungspumpe das fehlende Bindeglied sein.

Was leistet eine Druckerhöhungspumpe?

Eine Druckerhöhungspumpe — auch Boosterpumpe oder Mehrstufenpumpe genannt — erhöht den Druck des zugeführten Wassers. Es geht dabei nicht darum, dass die Pumpe Wasser aus einer Quelle oder einem Brunnen hebt, sondern darum, dass sie den Druck von bereits vorhandenem Wasser auf das gewünschte Niveau für die Bewässerungsanlage verstärkt.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zu einer selbstansaugenden Pumpe oder einer Brunnenpumpe, die Wasser aktiv aus einer Quelle oder einem Brunnen fördert. Eine Druckerhöhungspumpe benötigt stets eine Zufuhr: Sie nimmt das Wasser auf der Einlassseite auf (zum Beispiel aus dem Leitungsnetz, einem Tank oder einer anderen Pumpe), erhöht den Druck und liefert es anschließend mit höherem Druck an die Bewässerungsleitungen.

Typische Situationen, in denen eine Druckerhöhungspumpe sinnvoll ist

  • Zu niedriger Leitungswasserdruck — In bestimmten Stadtteilen oder auf dem Land ist der Netzdruck unzureichend für ein Bewässerungssystem mit mehreren Zonen oder höheren Sprinklern.
  • Lange Zulaufleitungen — Über große Entfernungen tritt Druckabfall auf. Je länger die Leitung und je kleiner der Rohrdurchmesser, desto größer ist der Druckverlust, den Sie ausgleichen müssen.
  • Höhenunterschiede — Muss Wasser zu einem höher gelegenen Grundstück oder einer Terrasse gepumpt werden? Pro Meter Höhenunterschied verlieren Sie einen bestimmten Druckanteil. Eine Druckerhöhungspumpe gleicht diesen Verlust aus.
  • Erweiterung eines bestehenden Systems — Durch das Hinzufügen weiterer Zonen oder Sprinkler steigt der Wasserbedarf. Der vorhandene Druck kann dann gelegentlich nicht mehr ausreichen.
  • Bewässerung aus einem Tank oder einer Zisterne — Wasser aus einem Vorratstank steht häufig nur unter geringem Druck. Eine Druckerhöhungspumpe bringt es auf das erforderliche Betriebsniveau.

Kreiselpumpe oder Mehrstufenpumpe: Was ist der Unterschied?

Im Bereich der Druckerhöhungspumpen gibt es grob zwei Typen, denen Sie begegnen können:

Typ Merkmale Geeignet für
Einstufige Kreiselpumpe Ein Laufrad, kompakt, relativ einfach aufgebaut Moderate Druckerhöhung, größere Fördermenge
Mehrstufenpumpe Mehrere Laufräder in Reihe, leiser, energiesparender bei hohen Drücken Erhebliche Druckerhöhung, niedrige bis mittlere Fördermenge

Eine Mehrstufenpumpe eignet sich besonders für Situationen, in denen eine deutliche Druckerhöhung erforderlich ist und die Fördermenge etwas geringer sein darf. Mehrstufenpumpen aus Edelstahl — wie die DAB EUROINOX Mehrstufenpumpe — sind für die Verwendung mit sauberem Leitungswasser oder leicht gefiltertem Brunnenwasser beliebt, da das Material korrosionsbeständig ist und die Pumpe eine lange Lebensdauer hat.

Im Sortiment von Rabe Trading finden Sie eine große Auswahl an Druckerhöhungspumpen für den Gartenbereich und professionelle Anwendungen.

Worauf achten Sie bei der Auswahl?

Die richtige Druckerhöhungspumpe zu wählen hängt von Ihrer spezifischen Situation ab. Berücksichtigen Sie in jedem Fall folgende Punkte:

Erforderlicher Druck (Förderhöhe)

Ermitteln Sie zunächst, wie viel Druck Ihre Sprinkler, Magnetventile oder sonstigen Komponenten benötigen. Dieser Wert steht in den technischen Daten der jeweiligen Produkte. Addieren Sie dazu die Druckverluste in den Leitungen und durch Höhenunterschiede. Im Zweifel besprechen Sie die Spezifikationen Ihrer Anlage mit einem Fachmann.

Erforderliche Fördermenge

Wie viel Wasser muss die Pumpe pro Minute oder Stunde liefern können? Das hängt von der Anzahl der Sprinkler pro Zone und deren Wasserverbrauch ab. Entnehmen Sie die benötigten Fördermengen den Produktdatenblättern Ihrer Sprinkler.

Zulaufdruck und Zulaufkapazität

Eine Druckerhöhungspumpe benötigt einen Mindestzulaufdruck und ausreichende Zulaufkapazität. Ist die Zufuhr zu gering, arbeitet die Pumpe nicht ordnungsgemäß oder kann trockenlaufen — was zu Schäden führt. Sorgen Sie für einen Trockenlaufschutz oder einen Schwimmerschalter bei der Verwendung aus einem Tank.

Material und Wasserqualität

Für klares Leitungswasser sind Pumpen aus Edelstahl oder Kunststoff der Standard. Verwenden Sie Brunnen- oder Regenwasser mit mehr Verunreinigungen, prüfen Sie stets, ob die Pumpe und das Filtergehäuse dafür geeignet sind, und erwägen Sie einen Vorfilter zum Schutz der Pumpe.

Aufstellung und Anschluss

Die Druckerhöhungspumpe wird in der Zulaufleitung installiert — zwischen der Wasserquelle und dem Bewässerungssystem. Einige praktische Hinweise:

  • Installieren Sie die Pumpe so nah wie möglich an der Wasserquelle, um Druckverluste in der Zulaufleitung zu minimieren.
  • Bringen Sie auf der Auslassseite ein Manometer an, damit Sie den Betriebsdruck kontrollieren können.
  • Verwenden Sie geeignetes Dichtmaterial an allen Gewindeanschlüssen.
  • Schützen Sie die Pumpe und die Anschlüsse vor Frost: Bei Minustemperaturen kann Wasser in der Pumpe gefrieren und schwere Schäden verursachen.
  • Kombinieren Sie die Pumpe mit einem Druckschalter oder einem automatischen Regelventil, damit die Pumpe nur dann läuft, wenn tatsächlich Wasser angefordert wird.

Häufige Fehler beim Einsatz einer Druckerhöhungspumpe

Eine Druckerhöhungspumpe löst nicht alle Druckprobleme. Nachfolgend einige Fehler, die in der Praxis häufig vorkommen:

  • Die Pumpe zu groß wählen — Eine überdimensionierte Pumpe liefert zu hohen Druck, wodurch Sprinkler zu stark vernebeln, Komponenten verschleißen und Wasserhammer in der Leitung entsteht. Wählen Sie stets auf Basis des tatsächlich benötigten Drucks und der Fördermenge.
  • Keinen Filter einbauen — Eine Druckerhöhungspumpe ist empfindlich gegenüber Schmutz. Ein Saug- oder Vorfilter ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit — besonders bei Brunnen- oder Regenwasser.
  • Die Zulaufleitung zu eng wählen — Ist die Zulaufleitung zu klein, entsteht vor der Pumpe ein Engpass. Das begrenzt die Fördermenge und kann zu Kavitation führen. Verwenden Sie für den Zulauf stets einen ausreichend großen Rohrdurchmesser.
  • Die Pumpe nicht frostsicher aufstellen — Eine eingefrorene Pumpe reißt auf. Sorgen Sie für eine frostsichere Aufstellung oder entleeren Sie die Pumpe am Ende der Saison.

Kombination mit dem übrigen Bewässerungssystem

Eine Druckerhöhungspumpe steht nie allein. In einer gut geplanten Bewässerungsanlage ist sie Teil eines Gesamtsystems:

  • Ein Magnetventil pro Zone, gesteuert durch den Bewässerungscomputer, regelt, wann welche Zone Wasser erhält.
  • PVC-Druckrohre oder PE-Rohre bilden die Hauptleitung, über die das Wasser unter Druck transportiert wird.
  • Eine Verteilerstation verteilt das Wasser auf die einzelnen Zonen.
  • Ein Vor- oder Saugfilter schützt die Pumpe vor Schmutz, Sand und Kalkablagerungen.

Möchten Sie wissen, welche Druckerhöhungspumpe am besten zu Ihrer Situation passt? Stöbern Sie im Bewässerungssortiment von Rabe Trading oder nehmen Sie Kontakt mit unseren Fachleuten auf. Wir helfen Ihnen gerne bei der richtigen Auswahl und Dimensionierung für Ihre Anlage.